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30.04.24

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Der Balkonkraftwerk Ratgeber

Ein Balkonkraftwerk, auch bekannt als "Kleinsterzeugungsanlage", ist eine Form von Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung. Der signifikanteste Unterschied zu herkömmlichen PV-Anlagen liegt in ihrer Größe. Während früher typischerweise 5 kWp für ein Einfamilienhaus üblich waren, bewegen sich die aktuellen Dimensionen eher im Bereich von 10 bis 15 kWp. Die Kosten für solche Anlagen belaufen sich dann auf etwa 15.000 bis 20.000 €.

 

Allerdings zeichnet sich auf der anderen Seite ein neuer Trend ab: das Balkonkraftwerk. In Österreich besteht die Möglichkeit, eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von bis zu 800 W (Wechselrichterleistung) in einem vereinfachten Verfahren zu installieren (in Deutschland: 600 W). Hierfür genügt eine Meldung beim Netzbetreiber (nicht beim Energieversorger), und innerhalb von maximal 14 Tagen darf die Anlage in Betrieb genommen werden. Diese Regelung ist in Österreich durch die TOR-Erzeuger-Richtlinie (Teil A) festgelegt.

 

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Mit den folgenden Balkonkraftwerk Sets können Sie nichts falsch machen. Diese Sets sind so zusammengestellt, dass sie perfekt passen.

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Ablauf der Installation Balkonkraftwerk (AT)

Meldung an den Netzbetreiber

Machen Sie eine Meldung an Ihren Netzbetreiber über die Installation Ihres Balkonkraftwerks. In der Regel können Sie dies über ein Online-Formular auf der Website Ihres Netzbetreibers (z.B. EVN, Linz Netz, ...) erledigen. Eine spezielle Genehmigung des Netzbetreibers ist nicht erforderlich. Beachten Sie jedoch, dass in einigen Fällen eine Überprüfung der Leitungen und ihrer Belastbarkeit durch eine Elektrofachkraft notwendig sein kann. Hier finden Sie die österreichischen Netzbetreiber im Überblick >

Aufbau des Balkonkraftwerks

Errichten Sie Ihr Balkonkraftwerk gemäß den Anweisungen in den folgenden Kapiteln. Schließen Sie es an einer geeigneten Steckdose an. Sobald die Sonne scheint, wird Strom erzeugt und in Ihr Haus eingespeist. Der überschüssige Strom wird dem Netz zur Verfügung gestellt, wobei bei den Leistungen der Balkonkraftwerke dieser Anteil jedoch verschwindend gering ist.

Weiterführende Informationen: e-Control FAQ

 

Aufbau und Komponenten

PV-Module und Wechselrichter

Welche Komponenten werden für den Betrieb eines Balkonkraftwerks benötigt?

  • 1-2 PV-Module mit einer Leistung von etwa 400-450 Wp, alternativ: flexible Module etc. mit insgesamt ca. 800 Wp (eine leichte Überbelegung des Wechselrichters - ca. 30 % je nach Ausrichtung - führt zu einer besseren Ausnutzung).
  • Einen Wechselrichter, üblicherweise werden Mikro-Wechselrichter eingesetzt (z.B. Hoymiles HM-400, HM-600 oder HM-800, HMS-800W-2T).
  • Verkabelungszubehör: AC-Anschlusskabel, meist Betteri Endkappe.
  • Empfohlen: Monitoring (z.B. bei Hoymiles DTU Gateway oder beim HMS-800W-2T bereits integriert).

Weitere Informationen zu den Komponenten

Die folgende Abbildung zeigt ein Balkonkraftwerk mit einer Ausgangsleistung von 600-800 W.

  • PV-Module: Die Module produzieren Gleichstrom aus Sonnenlicht. Wichtig bei der Auswahl sind maximale Leistung, Spannung sowie Kurzschlussstrom und MPPT-Strom im Betriebsbereich des Inverters.
  • Inverter: Wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um und speist ihn ins Stromnetz ein. Verfügt über Sicherheitsfunktionen, um Stromschläge zu vermeiden.
  • AC-Anschlusskabel: Verbindet den Inverter mit einer Außensteckdose.
  • Endkappe: Ermöglicht das Kaskadieren der Wechselrichter.

Weitere Informationen zu den Komponenten finden Sie in den Rechtlichen Hinweisen.



Auslegungstipps

  • Beste Ergebnisse erzielen Sie mit einer Südausrichtung und etwa 30° Neigung. Ost-West-Anlagen sind nur etwa 10 % weniger effizient als ideale Ausrichtungen.
  • Nutzen Sie die Überbelegung der Inverter aus, z.B. 2x 420 Wp Module an einem HM-700.
  • Achten Sie bei der Auswahl der PV-Module besonders auf die Leerlaufspannung bei ca. -20°C, um die maximale Spannung des Inverters nicht zu überschreiten.
  • Ein Balkonkraftwerk kann an einer Schuko-Steckdose betrieben werden, allerdings wird ein Festanschluss empfohlen. Vermeiden Sie Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen.

Montagevarianten

  • Montage am Balkongeländer
  • Der Klassiker beim Balkonkraftwerk - wir bieten folgende selbst entwickelte Montagewinkel
  • Montage am Ziegeldach
  • Montage im Garten / Terrasse
  • Montage im Trapezblech Dach
  • Montage auf der Fassade

Hier gehts zu unseren Montagesets.

Bodenaufsteller für 2 Module vertikal

€ 239,00* € 278,20*

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Bodenaufsteller für 2 Module horizontal

€ 149,00* € 199,00*

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Universal Dach Befestigung für 2 PV Module

€ 104,90* € 112,60*

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Wand / Fassade Befestigung geneigt für 2 Module

€ 129,00* € 149,00*

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Stehfalz Dach Befestigung für 2 Module

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Balkon Befestigung für 2 Module

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Wand / Fassade Befestigung für 2 Module

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Ertrag einer Balkon-PV-Anlage

Standort, Ausrichtung und Komponenten

Der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage hängt grundlegend von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Standort (in der Sahara scheint die Sonne mehr als in Norwegen), die Ausrichtung (Himmelsrichtung) und der Winkel (Azimut). Auch die verwendeten Komponenten spielen eine Rolle.

 

Faustregel für Mitteleuropa

Als Faustregel gilt: In Mitteleuropa erzeugt eine installierte Leistung von einem Kilowatt peak (kWp) etwa 1000 kWh Strom pro Jahr. Das bedeutet, ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 800 Wp und Südausrichtung erzeugt ungefähr 800 kWh pro Jahr. Bei einer Ost-West-Ausrichtung (ein Modul nach Osten, eines nach Westen) liegt der Ertrag etwa 10 % niedriger. Von diesem erzeugten Strom werden üblicherweise rund 90 % selbst genutzt, während etwa 10 % dem Netzbetreiber zur Verfügung gestellt werden.

 

Beispielrechnungen

Szenario: Arbeitspreis 0,22 €/kWh

Unter dieser Annahme beträgt die Einsparung durch das Balkonkraftwerk etwa 220 € pro Jahr. Somit amortisiert sich die Anlage in etwa 4 bis 5 Jahren.

Szenario: Arbeitspreis 0,54 €/kWh

Bei einem höheren Arbeitspreis von 0,54 €/kWh beläuft sich die jährliche Einsparung auf etwa 446,4 €. In diesem Fall amortisiert sich das Balkonkraftwerk bereits nach 2 bis 2,5 Jahren.

Quelle: Neuvertrag EVN - 10/2022 - Optima Flex Natur

 

Langfristige Betrachtung

Im Vergleich zur Lebensdauer der Anlage von rund 15 bis 20 Jahren amortisiert sich das Balkonkraftwerk innerhalb von 2 bis 5 Jahren. Die Wechselrichter von Hoymiles, die wir anbieten, verfügen über eine Garantie von 12 Jahren, und die PV-Module haben in der Regel eine Garantie von mindestens 15 Jahren. Somit besteht kein Risiko, dass die Anlage in wenigen Jahren keinen Strom mehr produziert. Zur Berechnung des potenziellen Ertrags stehen verschiedene Online-Rechner zur Verfügung, wie z.B. auf solarserver.de.

 

Rechtliches

Hintergrund Informationen zum Thema Balkonkraftwerk am Schuko Stecker

Die Studie des Fraunhofer-Institutes kommt zum Schluss, dass von Balkonkraftwerken an Schuko-Steckdosen, wenn diese ordnungsgemäß installiert sind, kein nennenswertes Risiko ausgeht.

Die rechtlich in der Elektrotechnikverordnung 2020 [1] kundgemachte (aber nicht bindende) OVE E 8101 Norm (Ausgabe: 2019-01-01) beinhaltet unter Pkt. 551.7.2 folgenden Text:
Eine Stromversorgungseinrichtung, die als zusätzliche Stromquelle im Parallelbetrieb mit einer anderen Stromquelle vorgesehen ist, muss wie folgt errichtet werden:
– Anschluss auf der Versorgungsseite aller Schutzeinrichtungen für die Endstromkreise der Anlage, oder
– Anschluss auf der Lastseite aller Schutzeinrichtungen für einen Endstromkreis der Anlage, jedoch müssen in diesem Fall alle folgenden Anforderungen zusätzlich erfüllt werden:
i) die Leiter und andere elektrische Betriebsmittel der Endstromkreise müssen folgende Anforderung erfüllen:
IZ ≥ In + Ig
(F.551.2) Dabei ist Iz die Strombelastbarkeit der Leiter und anderer Betriebsmittel des Endstromkreises; In der Bemessungsstrom der Schutzeinrichtung des Endstromkreises; Ig der Bemessungsausgangsstrom der Stromerzeugungseinrichtung. und
ii) eine Stromerzeugungseinrichtung darf nicht mittels eines Steckers und einer Steckdose mit dem Endstromkreis verbunden werden und
iii) eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) in Übereinstimmung mit den Abschnitten 411 oder 415, vorgesehen für den Schutz des Endstromkreises, muss alle aktiven Leiter einschließlich desNeutralleiters unterbrechen und
iv) Außenleiter und Neutralleiter von Endstromkreisen der Stromerzeugungseinrichtung dürfen nicht hinter der Schutzeinrichtung des Endstromkreises mit Erde verbunden werden.


[1] - https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20007045

Disclaimer: Wir haben alle Daten nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, trotzdem soll sind diese Informationen unverbindlich. Bitte prüfen Sie alle Informationen selbst sorgfältig nach.