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29.06.22

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Wallbox zuhause: Welcher FI ist der richtige? (Typ A, Typ B, Typ A-EV, FI/LS)

Wallbox zuhause: Welcher FI ist der richtige? Welcher FI ist der Richtige?

Diese und weitere Fragen stellen Sie sich vielleicht beim Kauf der Wallbox. Vorab gilt festzuhalten, dass die Installation der Wallbox durch einen Fachmann (=Elektro-Fachbetrieb) durchgeführt werden muss.

Wozu dient eigentlich ein FI?

Der FI-Schutzschalter ist eine Sicherheitseinrichtung und bewahrt Personen vor einem elektrischen Schlag. Fließt Strom am Schutzleiter, so ist der Summenstrom aus Außenleiter und Neutralleiter ungleich null. Wird dieser Strom größer als der Bemessungsstrom des FIs (meist 30 mA), dann schaltet der FI-Schutzschalter allpolig ab.

FI-Schutzschalter Typ A

Der FI-Schutzschalter Typ A erkennt Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlströme. Glatte Gleichfehlerströme, die beim Laden eines E-Fahrzeuges bzw. eines Plug-In Hybrid Fahrzeuges auftreten können, werden nicht erkannt. Dieser FI ist der für gewöhnliche Anwendungen am meisten verwendete Fehlerstrom-Schutzschalter und in allen modernen Hausinstallationen zu finden. Hinsichtlich des Preises ist dieser FI im Vergleich meist am günstigsten.

Dieser FI reicht bei fast allen Wallboxen vollkommen aus, da die DC-Fehlerströme durch eine integrierte Sicherheitslösung meist in der Wallbox erkannt werden. Bitte prüfen Sie aber vorher, ob die gekaufte Wallbox eine DC-Fehlerstromerkennung beinhaltet. 

FI-Schutzschalter Typ A-EV

Der FI-Schutzschalter Typ A-EV wurde eigens für den Anschluss von Wallboxen ohne integrierte DC-Fehlerstromerkennung entwickelt. Er erkennt Wechselfehlerströme, pulsierende und glatte Gleichfehlerströme. Durch die Bauweise besteht keine Erblindungsgefahr bei einer Serienschaltung von weiteren FIs. 

FI-Schutzschalter Typ B

Der FI-Schutzschalter Typ B erkennt Wechsel- und Gleichfehlerströme. Dieser FI eignet sich für Wallboxen aller Art und schützt zuverlässig. Wichtig ist, dass kein zweiter FI in Serie angeschlossen wird, denn dann könnte der FI-B erblinden und im schlimmsten Fall bei einem Fehler nicht richtig auslösen.

FI/LS-Schutzschalter (kombinierter Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter)

Grundsätzlich genügt ein FI für mehrere Stromkreise. Damit müsste unter Umständen keine Änderung im Verteiler hinsichtlich FI erfolgen. Sollte jedoch ein Stromfehler vorliegen und der FI auslösen, so ist dann das gesamte Haus stromlos. Möchte man Außenbereiche (wie eine Wallbox) getrennt absichern, so bietet sich die Verwendung eines kombinierten FI/LS-Schutzschalters an. Innerhalb dieses Gerätes ist ein Fehlerstromschutzschalter (meist Typ A) mit einem Leitungsschalter kombiniert. Sie müssen hier auf die korrekte Auswahl folgender Parameter achten:

  • Polanzahl: (3P + N = 3 Phasen + Nullleiter) für 3-phasiges Laden
  • Typ des integrierten FIs: meist Typ A (siehe oben)
  • Auslösecharakteristik des Leitungsschutzschalters: B oder C
  • Bemessungsstrom des Leitungsschutzschalters: 13 A, 16 A, 20 A, 25 A, 32 A (je nach Zuleitung zur Wallbox und Wallbox)

Fazit

Bei fast allen Wallboxen (= alle Wallboxen die e4mobility.at vertreibt) reicht ein gewöhnlicher FI Typ A. Für eine getrennte Absicherung hinsichtlich Fehlerstrom und Leitungsschutz macht es Sinn einen FI/LS zu verwenden. Bei Ladestationen ohne integrierte DC-Fehlerstromerkennung sollte ein FI Typ A-EV verwendet werden.

Das heißt, wenn Sie bei uns eine Wallbox kaufen, genügt Ihr FI Typ A und die aufwendigen Umbauten im Verteilerschrank entfallen.

Tipp: Achten Sie besonders beim Kauf einer Wallbox darauf, dass der DC Fehlerschutz nach Möglichkeit integriert ist. Ein FI Typ A-EV bedeutet deutlich höhere Anschaffungskosten (rund 150 € mehr) und Montageaufwand im Verteiler.

 
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